Schulveranstaltungen und schulische Ereignisse

im Spiegel der regionalen Presse und eigener Beiträge


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19.08.2019

"Mein Deutsch hat sich verbessert"
23 Absolventen haben bei der Deutschen Rentenversicherung einen Arbeitsvertrag erhalten

OTZ 17.08.2019

Gera (OTZ). Geschafft. Nach der bestandenen mündlichen Prüfung am Montag konnten Nana Borgolte und Tobias Beck ihren Arbeitsvertrag unterschreiben. Sie gehören zu den 23 Absolventen, die ihre Ausbildung am Standort Gera der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund beendeten und sich nun Sozialversicherungsfachangestellte nennen dürfen. Gestern fand die Abschlussveranstaltung des Lehrjahrgangs 2016 statt. Zwei Auszubildende mussten am Vormittag noch ihr Wissen der Prüfungskommission beweisen. Auch sie packten es.

Anfangs wollte Nana Borgolte studieren. Die Abiturienten des Liebegymnasiums in Gera entschied sich aber, einen Beruf zu erlernen und finanziell unabhängig zu sein. „Ich informierte mich viel“. Nach online-Test und persönlichem Gespräch begann sie ihre dreijährige Ausbildung. „Anspruchsvoll ist diese“, schaut die heute 21-Jährige zurück. „Sich in komplexe Abläufe einfinden, unterschiedliche Vorgänge bearbeiten, mit externen Stellen zu kommunizieren und überhaupt den Überblick zu behalten bei Kontenklärung oder Versorgungsausgleich“, führt sie als Beispiel auf. Ihre Ausbilderin Arlette Günzel habe sie gefordert und „rangenommen“ und sie sich bei ihr auch gut aufgehoben gefühlt. Nana Borgolte nahm das Angebot, in der Dienststelle Gera zu bleiben, an.

„Mein offizieller Arbeitstag war am 13. August und gleich ein Urlaubstag“, sagt sie. „Jenen bekommen alle Absolventen als Anerkennung geschenkt“, sagt Susanne Wagner, Dezernatsmanagerin im Ausbildungsdezernat.

Das erste Gehalt will Nana Borgolte sparen. Entspannung findet die junge Frau beim Tanzen. Seit elf Jahren geht sie zwei Mal in der Woche zum Training beim Tanzkreis Brillant. Eine weitere Leidenschaft ist das Reiten.

Tobias Beck dagegen ist aktiver Fußballer. Er kickt bei den Herren in Falka und Montag in der Betriebssportgemeinschaft der Deutschen Rentenversicherung. Nun hat der 20-Jährige für das Hobby mehr Zeit und den Kopf frei. Der Markersorfer wollte Polizist werden. Die Zusage hatte er bereits. Anfangen konnte Tobias Beck die Ausbildung erst mit 18 Jahren, damals war er 17. Über Berufsmessen wurde der Realschüler auf die DRV aufmerksam. Öffentlicher Dienst, Feiertage frei und gute Vergütung bewegten ihn, seinen bisherigen Lebensplan zu ändern. „Für mich war alles Neuland und ich musste wirklich viel lernen“, bekennt er. Leicht gefallen sei es ihm nicht. Aufgeben war für Tobias Beck keine Option. „Wenn ich was anfange, bringe ich es zu Ende.“ Er ist glücklich, dass die anspruchsvolle Ausbildung hinter ihm liegt, bei der er auch was fürs Leben gelernt habe, meint er. Das verdankt er unter anderem seiner Ausbilderin Annett Daig. „Mein Deutsch hat sich extrem verbessert und ich kann mich auch besser artikulieren. Das ist alles wichtig bei Schriftsätzen an Versicherte.“ Sein erstes Geld, Tobias Beck bleibt ebenfalls in Gera, soll für eine eigene Wohnung zurückgelegt werden.

Ilona Berger


Abschlussklasse BG 16     Foto: Peter Michaelis




11.07.2019

Grundlage für Studium im Bereich Wirtschaft gelegt

OTZ 11.07.2019

Gera (OTZ). Der Abiturjahrgang 2019 der Staatlichen berufsbildenden Schule Wirtschaft/Verwaltung besteht in diesem Jahr nur aus elf Absolventen von denen zehn zum Abschlussfoto anwesend waren. Florian Spreer, Katharina Bartczak, Klara Scheffel, Johann Modrach (Jahrgangsbester) und Max Arnold (vorn v.li.) sowie Tim Burgau, Maximilian Urban, Max Miller, Johannes Heumos und Erik Winkler (hinten v. li.) Die Allgemeine Hochschulreife ist mit einer beruflichen Orientierung im Bereich Wirtschaft verbunden.


Abschlussklasse BG 16     Foto: Peter Michaelis


Juli 2019

Azubi des Monats: Lisa Persicke wird Immobilienkauffrau und bleibt Gera treu

OTZ 06.07.2019

Die Geraerin lernt im ersten Lehrjahr den Beruf der Immobilienkauffrau bei der Wohnungsbaugenossenschaft Glück auf und hat es bisher nicht bereut

Gera ( OTZ/E. Lier). "Im Beruf bin ich komplett glücklich". Lisa Persicke freut sich, wenn Praxiswochen in der Wohnungsbaugenossenschaft Glück Auf anstehen. "Der Beruf Immobilienkauffrau ist nicht so trocken, wie er klingt. Ich sitze nicht ständig am Schreibtisch, sondern bin oft unterwegs bei Wohnungsbesichtigungen, Abnahmen und Übergaben oder führe Kundengespräche." Die 18-Jährige hat in der Integrierten Gesamtschule Lusan gelernt, an der Berufsschule für Wirtschaft und Verwaltung in Gera ihr Fach-Abi gemacht und beendet hier gerade ihr erstes von drei Ausbildungsjahren. "Richtung Verwaltung sollte es immer schon gehen. Geholfen bei der Berufswahl haben mir Praktika in der Sparkasse und im Amtsgericht. Die Wahl der Immobilienkauffrau habe ich bisher nicht bereut."

Lisas praktische Ausbildung bei der Glück Auf umfasst Betriebliches Rechnungswesen, Immobilienbewirtschaftung und den Vermietungsprozess. Wissbegierig nutzt sie Zusatz-Lehrgänge wie Kommunikation am Telefon, Buchhaltung oder Excel- und Word-Kurse. Und sie übt den diplomatischen Umgang mit schwierigen Mietern. In der Theorie interessiert sie besonders das Mietrecht. "Hier ändert sich ständig was, man muss aktuell bleiben. Ordentliches Wohnen sollte jedem Menschen möglich und erschwinglich sein, aber bei Sanierungen bleiben Mietpreiserhöhungen nicht aus." Gerade in Bieblach seien viele Mieter mit ihren Wohnungen alt geworden. Manche wohnen ein halbes Jahrhundert hier. "Ihre Wohnung, die grüne Umgebung, die Nachbarn, das ist für sie Heimat. Wir verfolgen den Genossenschaftsgedanken, alles für die Mieter zu tun, damit sie sich wohl fühlen." Fahrstuhl, ebenerdige Balkonaustritte und Duschen mit Abpumpsystem, das sei sehr wichtig für Ältere. Als gutes Beispiel für fast barrierefreies Wohnen im Zentrum nennt sie die sanierten Wohnungen in der Reichsstraße. Lisa gefällt die enge soziale Zusammenarbeit der vier Geraer Wohnungsgenossenschaften, das "Wir" bei gemeinsamen Aktionen für die Mieter wie Tierpark- und Sommerfest oder Weihnachtsfeier. Sie lächelt: "Ich brachte als Engel den Kindern Geschenke."

Spannend findet es die an­gehende Immobilienkauffrau, wenn sie Interessenten bei der Auswahl einer Wohnung berät und mit ihnen die unsanierte Wohnung besichtigt. "Dann fordere ich ihre Phantasie heraus und beschreibe, wie ihr Heim mit dem gewünschten neuen Farbanstrich, Fußboden oder besserer Raumaufteilung aussehen wird und genieße die Überraschung, wenn das zur vollen Zufriedenheit gelungen ist."

Lisa liest gerne, "vor allem Fantasy- und Liebesgeschichten". Sportlich ist sie mit einer Freundin auf Rollerskates im Hofwiesenpark unterwegs. Heute geht es mit den Eltern und Großeltern zum letzten gemeinsamen großen Familienurlaub nach Dänemark in ein Ferienhaus in den Dünen.

Lisa hofft auf eine Übernahme im Ausbildungsbetrieb. "In Gera habe ich meine Familie, meine Freunde. Meine schöne Heimatstadt gefällt mir." Eine Qualifizierung zur Bilanzbuchhalterin oder Fachwirtin für Immobilienwirtschaft hat sie im Blick. Glück auf, Lisa für weiteres Glücklichsein im Beruf!

Immobilienkaufmann/-frau

Voraussetzungen

- Mittlerer Bildungsabschluss bis Hochschulreife

Berufsbild

Immobilienkaufleute vermieten und bewirtschaften Immobilien, erwerben, veräußern, vermitteln Immobilien, begründen und verwalten Wohnungs- und Teileigentum, entwickeln immobilienbezogene Dienstleistungen, betreuen Neubau, ­Modernisierung, Sanierung von Immobilien, entwickeln unternehmens- und kundenbezogene Finanzierungskonzepte, beraten Kunden, analysieren den Immobilienmarkt und setzen Marketingkonzepte um, organisieren und steuern das technische Gebäudemanagement.

Ausbildungsdauer

36 Monate

Weiterbildung

- Immobilienfachwirt/-in

- Geprüfter Wirtschaftsfachwirt/-in

- Geprüfter Betriebswirt/-in

Berufsschule

SBBS Wirtschaft/Verwaltung "Dr. Eduard Amthor" Enzianstraße 18, Gera


04.07.2019

Die Stadt Gera ehrt ihre klügsten Köpfe

OTZ 05.07.2019

Am Vorabend des Ferienbeginns würdigt die Stadt Gera nicht nur die besten Schulabsolventen, sondern dankt auch denen, die sie formten.

Gera ( OTZ/M. Hilbert). "Wir sind als Stadt stolz auf euch!" Seine Botschaft an die Schüler knüpfte Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) an die Bitte, auch stolz auf die Stadt zu sein und das nach außen zu tragen, sollte es die jungen Leute wider Erwarten auf dem weiteren Lebensweg in die Ferne ziehen.

32 der 33 besten Schulabgänger Geras waren gestern persönlich gekommen, um für ihre sehr guten Abschlusszeugnisse gewürdigt zu werden. Dass die Stühle im altehrwürdigen Rathaussaal zur traditionellen Schülerehrung dennoch gut ausgelastet waren, dafür sorgten jene, denen Vonarb einen besonderen Dank aussprach: Den Eltern und den Vertretern der Lehrerschaft und Schulleitungen.

Von diesen Besten der staatlichen Schulen, Berufsschulen sowie Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft wurden zwei noch einmal besonders gewürdigt: Schulamtsleiter Berthold Rader durfte als Vertreter der Von-Wiese-Stiftung den mit 100 Euro dotierten Stiftungspreis an Justine Schäuble vom Zabelgymnasium für ihr 1,0-Abitur mit der höchsten Punktzahl und an Leah Lehndorf von der Debschwitzer Schule mit dem besten Realschulabschluss (1,1) überreichen. Die Stiftung hatte auch wieder die Veranstaltung selbst finanziell unterstützt, die vom Konzertchor des Goethegymnasiums würdig umrahmt wurde...

Nach Angaben der Stadt ist der heutige letzte Schultag des Schuljahres für 1127 Schüler in Gera mit dem Schulabschluss in den verschiedenen Bildungsgängen verbunden. Unter den Ausgezeichneten waren sechs Schüler mit einem Notendurchschnitt von 1,0, fünfzehn Schüler mit 1,1 bis 1,5 sowie zwölf Absolventen mit einem Durchschnitt von 1,6 bis 2,0.

SBBS Wirtschaft/Verwaltung:


02.07.2019

Fotografenklasse verabschiedet sich mit Ausstellung im Stadtmuseum

OTZ 04.07.2019

Gera ( OTZ). Zwölf Fotografen beendeten am Dienstag mit dem Empfang der Zeugnisse im Stadtmuseum offiziell ihre theoretische Ausbildung an der Berufsschule Wirtschaft und Verwaltung. Parallel wurde unter dem Motto "Nichts" eine kleine Ausstellung mit ihren Fotografien eröffnet. Nora Lippmanns Fotomontage ist aus drei Einzelfotos entstanden und thematisiert die "Unendliche Geschichte" und wie das "Nichts" die Phantasie zerstört. Die Ausstellung ist bis zum 29. September zu sehen.

Nora Lippmann          Foto: Peter Michaelis



24.06.2019

"ungeniert unsaniert"- Exkursion der Immo18 zu jenawohnen

Am Montag, den 24.06.2019, durften wir als Klasse, begleitet von Frau Benda und Frau Liebelt, unsere erste gemeinsame Exkursion zum Thema "Modernisierung" durchführen. Die drei Auszubildenden aus dem Unternehmen jenawohnen GmbH führten uns gemeinsam mit ihren Ausbildern durch die Straßen von Jena, um uns einen Bruchteil der anstehenden Bau- und Modernisierungsprojekte sowie ihren Arbeitsalltag näher zu bringen.

Verschiedene Stationen hinterließen die unterschiedlichsten Eindrücke: begonnen mit einem Besuch im eindrucksvollen Verwaltungsgebäude begingen wir anschließend die Baustelle eines Neubauprojektes und durften weiterhin das Service-Center in Lobeda besichtigen, bevor wir gemeinsam zum Mittagstisch einkehrten. Gut gestärkt lernten wir im Anschluss das sogenannte "Baubüro" kennen, eine Art Kreativraum für Ausstellungen und Veranstaltungen aller Art. Besonders faszinierte uns das Projekt "JenaFreestyle", bei welchem unter dem Motto "ungeniert unsaniert" aus unrenovierten Wohnungen kleine Kunstwerke entstehen. Wir fanden uns in einer Musterwohnung wieder, welche ganz und gar nicht dem typischen Standard entsprach: Wände ohne Tapete, ohne professionellen Anstrich und Möbel, gebaut aus allem, was nicht mehr gebraucht wurde - "Freestyle" eben. Denn die Mieter, die diese Wohnungen komplett unsaniert für kleines Geld anmieten, dürfen sich darin komplett ausleben und bei Auszug wird einfach alles gelassen, so wie es ist. So entsteht in kürzester Zeit durch wechselnde Mietverhältnisse ein unvergleichlich besonderes Wohngefühl.

Zum Schluss sollten wir noch das Projekt kennenlernen, für welches die jenawohnen GmbH bereits im Rahmen des Bundeswettbewerbes "Stadt.Land.Digital" eine Sonderauszeichnung erhielt: "Smartes Quartier Jena-Lobeda". Unsere letzte Station führte uns also in einen renovierungsbedürftigen Gebäudekomplex, für welchen es ganz besondere Pläne gibt: Wohnen "smart" gestalten. Wir erfuhren viel über technische und intelligente Ausstattungen, welche bereits in Wohnungen ermöglicht werden können und wie ein Teil dieser in der Ziegesarstraße umgesetzt werden soll. Unter anderem wird überlegt jede Wohnung mit einer autarken Photovoltaikanlage zur Stromversorgung auszustatten, das Heizsystem soll so programmiert werden, dass bis zu 30% Energie eingespart werden kann und auch Telemedizin soll zukünftig von der Wohnung aus genutzt werden können. In Ergänzung hierzu wird jenawohnen aber auch seiner sozialen Verantwortung gerecht, indem die Hälfte dieser sanierten und "smarten" Wohnungen nach Fertigstellung im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus vermietet werden sollen. Erschöpft von der Vielzahl an Informationen sowie begeistert über den Ideenreichtum und über die Visionen der jenawohnen GmbH traten wir die Heimfahrt an. Neugierig geworden, wie wohl die fertige "Smart City" aussehen und funktionieren wird, wird letzteres Projekt wohl erneut Bestandteil einer Exkursion der Immo18 im nächsten Jahr werden.

(Jessica Hahn, Klasse Immo18)

Exkursion der Immo 18 zu jenawohnen GmbH  (Jessica Hahn, Klasse Immo18)


19.06.2019

Exkursion der KBM 17 in das Sanitäts- und Gesundheitshaus Carqueville GmbH

Am Mittwoch, den 19. Juni 2019, waren wir im Rahmen unserer Ausbildung zu einer Betriebsbesichtigung im Stammsitz des Sanitäts- und Gesundheitshauses Carqueville GmbH in Töppeln.

Begrüßt wurden wir vom Geschäftsführer Herrn Felix Carqueville, welcher uns kurz den Tagesablauf erläuterte. Anschließend begannen wir einen Rundgang durch die einzelnen Bereiche des Unternehmens. Angefangen von der Kunstaustellung sowie den Ausstellungsräumen für Kinder-Reha und Reha, über die Werkstätten für Schuhorthopädie und Orthopädie bis hin zu den einzelnen Lagerhallen, haben wir einen sehr guten Überblick des Unternehmensaufbaus bekommen.

Nach dem Rundgang erklärte uns die examinierte Krankenschwester, Frau Sibylle Fröhlich, die Besonderheiten des Home-Care-Bereiches, welchem eine zunehmende Bedeutung zukommt. Wir erfuhren das Wichtigste über die Stoma-Versorgung und die enterale Ernährung. Dabei hörten wir nicht nur theoretisches Wissen, sondern durften auch die Beispielprodukte selbst austesten. Das Verkosten der hochkalorischen Nahrung war ein kleines Highlight, genau wie das Abgehen der eigens angelegten Teststrecke für Rollstühle und Rollatoren.

Wir danken den freundlichen und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sanitäts- und Gesundheitshauses Carqueville GmbH für diese interessante und informative Betriebsführung.

(Text: KBM 17)


Juni 2019

Mit dem Abi in die Lehre

OTZ 15.06.2019

Azubi des Monats: Manuel Lobert lernt Kaufmann für Büromanagement bei Lidl in Gera und schließt hier im Herbst ein duales Studium an

Gera ( OTZ/M. Hilbert). Nach der Schule eine Lehre oder doch ein Studium? Warum nicht beides? Das zumindest ist der Weg, den Manuel ­Lobert eingeschlagen hat. Wobei sich der 22-Jährige, in all seiner Bescheidenheit, für eine Entscheidung auf diesem Weg aus heutiger Sicht selbst beglückwünscht: Der aus Teichwolframsdorf stammende Wahl-Geraer war in Klasse 10 drauf und dran, das Gymnasium in Greiz zu verlassen, aufs Abi zu pfeifen und lieber gleich eine Lehre anzufangen. Es sei sein heutiger Ausbildungsbetrieb gewesen, der ihm auf seine damalige Bewerbung hin zum Weitermachen riet - so zog er dann doch durch, legte ein Abi mit 2,2 hin und bewarb sich nach seinem Freiwilligen Sozialen Jahr am SRH Wald-Klinikum Gera erneut um eine Ausbildung bei Lidl in Gera . Mit Erfolg.

Das ist drei Jahre her, Manuel Lobert ist auf der Zielgeraden seiner Lehre zum Kaufmann für Büromanagement. "Ich denke schon, dass es ein Vorteil ist, wenn man mit Abitur eine Ausbildung macht. Man lernt anders, kennt einiges schon aus der Kursstufe, ist reifer. Man geht anders an die Arbeit heran, präsentiert sich anders", sagt er, angesprochen auf seine 100-Prozent-Zwischenprüfung und den bisherigen Schnitt von 1,0. Die schriftliche Prüfung ist schon geschrieben, die mündliche wartet am 25. Juli auf den 22-Jährigen.

Der Handel habe es ihm früh angetan, Lidl habe er "in unserer Region sehr präsent" wahrgenommen, "wir waren dort immer einkaufen". Mit dem Kaufmann für Büromanagement hat er bei Lidl sozusagen die Grund-Ausbildung eingeschlagen, "von der aus man alles machen kann und gute Karrierechancen hat."

So habe er alle Bereiche des Unternehmens kennengelernt. Und die Bereiche ihn. "Er kam überall gut an mit seiner bodenständigen und verlässlichen Art", sagt Cevdet Küreman, Bereichsleiter Personal der Lidl Vertriebs-GmbH und Co.KG: "Wenn ihn gleich mehrere Abteilungen gern behalten würden, hat er einiges richtig gemacht."

Dadurch, dass man wirklich alle Bereiche kennenlernt, gehe die Ausbildung weit über das hin­aus, was man sich so unter einem "Bürojob" vorstellt. "Man lernt ständig neue Dinge kennen, das Warengeschäft, die Lagerlogistik, die Verwaltung, in der auch viele technische Aspekte eine Rolle spielen, die Personalabteilung, mit der zum Beispiel Auftritte bei Berufsmessen organisiert werden", zählt Lobert auf. Er war beispielsweise aktiv in die Organisation und Durchführung des Lidl -Auftritts zur Langen Nacht der Wirtschaftslöwen eingebunden.

"Sicher gibt es Einarbeitungszeit", so Jens Teuber , Leiter Warengeschäft: "Doch natürlich werden Azubis dann produktiv eingesetzt." Heißt: Sie werden ins reale Tagesgeschäft eingebunden, Zutrauen und Verantwortung wachsen. "Die Ausbildung soll ja abwechslungsreich und spannend bleiben. Oberstes Ziel unserer Ausbildung ist es, die Azubis zu behalten", ergänzt Cevdet Küreman.

Auch Manuel Lobert . Bei ihm wird sich der Kreis zur Eingangsfrage schließen: Er wird ab Oktober sein Duales Studium im Unternehmen anschließen. Mit Theorie an der Dualen Hochschule in Gera und Praxis, die ein Stück weit auf ihn zugeschnitten ist, größtenteils im Logistikzentrum und nicht, wie eigentlich üblich, in der Filiale. Schon mit Blick auf eine spätere Verwendung als Führungskraft mit Personalverantwortung, wie Jens Teuber sagt. "Ich kann mir gut vorstellen, arbeitstechnisch in der Region zu bleiben", sagt Manuel Lobert . Andererseits habe er, als derzeit ungebundener junger Mensch, gerade jetzt die Chance, auch noch einmal etwas anderes zu sehen. Deshalb liebäugelt er derzeit mit dem internationalen Job-Rotation-Programm von Lidl , bei dem Mitarbeiter zeitweise im Ausland arbeiten können.

Kaufmann/-frau für Büromanagement

Voraussetzungen

- Mittlerer Bildungsabschluss bis Hochschulreife

Berufsbild

Kaufleute für Büromanagement organisieren und bearbeiten bürowirtschaftliche Aufgaben. Sie arbeiten in so gut wie jeder Branche, egal, wie groß das Unternehmen ist. Neben der Wirtschaft sind auch Organisationen und Verbände sowie die öffentliche Verwaltung Einsatzgebiete. Dort erwarten sie sowohl klassische organisatorische Tätigkeiten als auch unternehmensspezifische Aufgaben. Außerdem erledigen sie kaufmännische Tätigkeiten in Bereichen wie Auftragsbearbeitung, Beschaffung, Rechnungswesen, Marketing und Personalverwaltung.

Ausbildungsdauer

36 Monate

Weiterbildung

- Geprüfte/r Wirtschaftsfachwirt/-in

- Geprüfte/r Betriebswirt/-in

Berufsschule

SBBS Wirtschaft/Verwaltung "Dr. Eduard Amthor" Enzianstraße 18, Gera


05.06.2019

Teilnahme am Geraer Firmenlauf

Am 05.06.2019 nahm ein Team unserer Schule am Geraer Firmenlauf teil. Mit einer Gesamtzeit von 44:42 Minuten erreichten wir den 58. Platz in der Wertung der Männerstaffel. Trotz der großen Hitze haben alle durchgehalten. Ein Dank gilt allen Läuferinnen und Läufer und dem Betreuerteam. Natürlich planen wir eine erneute Teilnahme im nächsten Jahr.

Unsere Teilnehmer am Geraer Firmenlauf

(Text: H. Nindelt, Foto: M. Möhl)


Mai 2019

"Kritische Fragen sind wichtig"

NG 22.05.2019

Duale System Berufsbildung für nachfolgende Generationen fit machen

( NG/R. Schulze). Der Wirtschaft geht es gut, das Handwerk hat volle Auftragsbücher und Zukunftsaussichten. Was fehlt ist der Nachwuchs. Die Sorgen sind hinreichend bekannt. Was ist zu tun?

Unter dem Thema "Berufsbildung muss Taktgeber für die Arbeitswelt der Zukunft sein!" haben sich die Schüler an der SBBS Wirtschaft und Verwaltung "Dr. Eduard Amthor" in Gera entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen. Initiiert durch Heike Häselbarth, Fachrichtungsleiterin, Klassenleiterin und Fachlehrerin, bearbeiteten die künftigen Industriekaufmänner/frauen der IK 16 ein selbstgewähltes Projekt "Das duale System der Berufsausbildung in Deutschland - ein Erfolgsmodell".

"Im Rahmen des Lehrplans gilt es Projektlernfelder zu bearbeiten. Dabei orientieren wir uns auf Themen, die aktuell praxisrelevant für nachfolgende Generationen sind", so die Klassenleiterin. Betriebliche Ausbildung plus Berufsschule gleich duale Ausbildung. Dieser deutsche Weg gilt als sehr erfolgreich und hat sich inzwischen als Exportschlager entwickelt. Deutschland arbeitet bereits mit mehr als 100 Ländern zusammen. Wie es scheint, ist eigentlich alles in Ordnung. Was bringt es da etwas zu beweisen, was längst bewiesen ist.

Für Projektleiter Kelly-Jeanne Reinhold und Pasqual Dibelius ging es nicht darum zu bestätigen, was bekannt ist, sondern auf der Basis des Bekannten aufzubauen. Das duale System der Berufsausbildung wird fit gemacht, damit im Zeitalter einer zunehmenden Digitalisierung des Arbeitsmarktes, die sich daraus ergebenden Herausforderungen gemeistert werden.

Tief beeindruckt vom Engagement der 26 Schüler bei der Realisierung des Projektes zeigte sich Konstantin Kupka, Geschäftsführer Spezialgeräte Schmölln Ablenktechnik GmbH und Präsident des Lions Clubs Gera. "Zukunft heißt, die Ausbildung an den Digitalisierungsgrad der Unternehmen anzupassen.

Es müssen Technologien vermittelt, Praxis und Theorie noch enger verknüpft und die Menschen schon im jungen Alter an die Digitalisierung herangeführt werden", so Konstantin Kupka, der auch davor warnt, dass die Berufsausbildung durch die akademische Ausbildung abgehängt wird. So fordert er, die Wertschätzung der beruflichen Ausbildung zu bewahren. Den Schülern gab er mit auf den Weg: "Kritische Fragen sind richtig und wichtig".

Die von den Schülern erworbenen Kenntnisse wurden in der Klasse diskutiert, die Ergebnisse zusammengefasst und geeignete Darstellungsmöglichkeiten zur Präsentation erarbeitet. Es folgten Gespräche mit Vertretern, die unmittelbar im Bereich der dualen Ausbildung tätig sind. Höhepunkt dabei war die Podiumsdiskussion. Dort wurden neben den erreichten Ergebnissen der Recherchen auch Probleme benannt und nach praktikablen Lösungsansätzen gesucht.

Weitere Arbeitsaufträge waren die Vorbereitung eines Tages der Berufe in der Schule, Kurse zum sicheren und zeitgemäßen Auftreten im Berufsleben sowie die Durchführung eines Arbeitstreffens mit einer Schülerdelegation aus einer Technischen Berufsschule.

Im Ergebnis der Projektarbeit verweisen die beiden Projektleiter darauf, dass das duale System der Berufsausbildung erhöhte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, anerkannte Zertifikate und eine hohe Praxisnähe bietet. Es sichert den Fachkräftebedarf, reduziert Einarbeitungskosten, erhöht Motivation und Unternehmenstreue.

Doch auch persönlich sei der Gewinn im Rahmen der Projektarbeit groß gewesen. So hebt Kelly-Jeanne Reinhold, stellvertretend für die am Projekt beteiligten, eine verbesserte Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz hervor.

Heike Häselbarth bedankt sich beim Schirmherren des Projektes, Jens Geißler, Feutron Klimasimulation GmbH Langenwetzendorf für die Spende über 1.000 Euro. Dafür wurde ein Fernseher gekauft, der mit einem Visualizer, einer Spende der Stadt Gera, kombiniert wird.


03.05.2019

Zeugnisausgabe doppelt emotional

OTZ 04.05.2019

Gestern erhielten Auszubildende an der SBBS "Dr. Eduard Amthor" ihre Schulzeugnisse - Tag zugleich ein Schulprojekt

Gera ( OTZ/Ch. Kneisel). Für 172 Auszubildende aus neun Klassen an der Staatlichen Berufsbildenden Schule Wirtschaft/Verwaltung "Dr. Eduard Amthor" in Gera war gestern der letzte Schultag. Sie erhielten ihre Schulabschlusszeugnisse. Am Montag beginnen dann für sie die Kammerprüfungen.

Die Zeugnisausgabe gelang in diesem Jahr als eine besondere, denn dieser Tag für die Schüler wurde erstmals auch von Schülern geplant, vorbereitet und durchgeführt. Zehn der 20 angehenden Kaufleute für Büromanagement hatten sich mit dem Ereignis im Rahmen einer Projektarbeit beschäftigt. "Sie haben sich im Lernfeld Projektmanagement dem sehr anspruchsvollen Thema Zeugnisausgabe von A bis Z gewidmet. Insofern war die heutige Veranstaltung mit vier Durchgängen für diese Absolventen doppelt emotional", berichtet Fachrichtungsleiterin Astrid Feistei dazu. Der selbst organisierte Tag krönte ihr Projekt, währenddessen sie wie ihre Mitschüler auch persönliche Bewertungen in den Händen hielten.

"Die bisherigen Zeugnisausgaben fanden zumeist nur im Klassenraum statt. Mit unserem Projekt konnten wir einen größeren, festlicheren Rahmen finden und nutzen. Viele Gäste wurden dazu eingeladen. Dadurch bekommen die Schülern nun noch mehr Aufmerksamkeit und Respekt", erzählte Paul Gruber aus der Projektgruppe.

Claudia Kurz aus dem Team ergänzte: "Obwohl es nicht immer einfach war, sind wir stolz auf das von uns Geleistete und danken allen Mitstreitern, Praxispartnern, Lehrern und Schülern für den gelungenen Tag und die wertvolle Erfahrung. "Einzelhandelskaufleute und Verkäufer, Industrie- und Bankkaufleute, Verwaltungsfachangestellte und Immobilienkaufleute sowie Kaufleute für Versicherung und Finanzen sowie für Büromanagement verlassen nach einer erfolgreichen Ausbildung die SBBS Wirtschaft/Verwaltung.


Apr. 2019

Berufsschule hat Partner in Tschechien

OTZ 25.04.2019

Gera ( OTZ/red). Im Rahmen der Europawoche führte die Handwerkskammer für Ostthüringen, gemeinsam mit der Berufsschule Wirtschaft und Verwaltung Gera, eine Infoveranstaltung zum EU-Bildungsprogramm Erasmus + durch.

Auszubildende und Schüler der Geraer Berufsschule berichteten über ihre Erfahrungen während eines Aufenthaltes an der Partnerberufsschule in Jihlava (Tschechische Republik). Ebenso zeigten drei tschechische Auszubildende von der Wirtschaftsakademie in Jihlava, die ein dreiwöchiges Praktikum in Gera absolvierten, ihre Erwartungen und gesammelten Erfahrungen auf.

Schulleiter Joachim Block ließ den Weg vom Kontaktbesuch 2018 bis zur Vertragsunterzeichnung der Schulpartnerschaft Revue passieren. Die bestehenden bilateralen Kontakte mit der Partnerschule in Jihlava sollen qualitativ und quantitativ weiterentwickelt werden.


13.03.2019

Tag der Schulen bei dem Panzerpionierbataillon 701 Gera

Am Mittwoch dem 13.03.2019 fuhren Schüler der Klassen BFS 17-1, BFS17-2 und BFS18 zum Bundeswehrstandort Gera-Hain und nahmen dort am Tag der Schulen teil. Nach der Begrüßung durch den Bataillonskommandeur Oberstleutnant Ronny Vogt pflanzten wir gemeinsam einen Baum auf dem Kasernengelände. Uns wurden die beruflichen Laufbahnen bei der Bundeswehr vorgestellt, wir bekamen die Technik erklärt, das Leben im Feld und in der Kaserne gezeigt und besichtigten eine mobile Sanitätsstation. Nach dem Mittag fand noch eine dynamische Technikvorführung statt. Wir konnten an diesem Tag vieles und neues kennenlernen und vielleicht hat mancher einen Impuls für seine Berufswahl erhalten.

Panzerpionierbataillon 701 Gera

11.03.2019

Friseurevent des 3. Lehrjahres

Am 11.03.2019 fand das diesjährige Friseurevent des 3. Lehrjahres statt. In diesem Jahr mussten die Auszubildenden ihr Modell innerhalb der vorgeschriebenen Zeit zum Thema "Viel Farbe im Grau" verwandeln. Dazu gehörte neben der Farbe und dem Schnitt der Haare auch das passende Make-up. Das war eine gute Vorbereitung auf die bevorstehenden Abschlussprüfungen.

Ganz toll war aber auch die Idee der Schülerinnen und Schüler, mit Hilfe einer Spendenaktion den Greizer Verein "VielFarbe im Grau" zu unterstützen. Dieser Verein unterstützt schwer kranke Kinder und deren Familien während und nach Therapien. Stolz konnten unsere Schüler über 200,00 € an den Verein übergeben, wie auf dem Bild zu sehen ist.

Vielen Dank allen Unterstützern für diese gelungen Aktion.

Fri 16 (mehr Bilder - einfach auf das Foto klicken!)

(Text: J. Block, Foto: Fri 16)


07.02.2019

Volleyballturnier der Amthorschule 2019

Am 07.02.2019 führten wir nun schon zum zweiten Mal ein ganztägiges Volleyballturnier für Berufsschüler in der Panndorfhalle durch. 22 Mannschaften hatten sich angemeldet, also weit mehr als im letzten Jahr. Als Sieger des Turniers stand am Ende die Mannschaft der Klasse BFS 17-1 fest, den zweiten Platz belegte die Mannschaft der Klasse BFS 18 und den dritten Platz die Vertretung der Klasse FOS 17-2. Herzlichen Glückwunsch!

Den Höhepunkt des Turniers, das Spiel Auswahl der Schüler gegen Lehrer konnten in diesem Jahr die Lehrer für sich entscheiden. Wir freuen uns über das positive Feedback einer gelungenen Veranstaltung und planen bereits fürs nächste Jahr.

Großer Dank gilt unseren Sportlehrerinnen und Sportlehrern Frau Landmann, Herrn Krypczyk und Herrn Westphal für die Organisation des Turniers.

Die Sieger (mehr Bilder - einfach auf das Foto klicken!)

(Text: H. Nindelt, Foto: FG 18)


30.01.2019

Herzlich willkommen im "Gläsernen Globus"

Herzlich willkommen im "Gläsernen Globus" hieß es am 30. Januar 2019 für die Schülerinnen und Schüler der Klasse BFS 17-1. Gemeinsam mit ihren beiden Fachlehrerinnen Frau Schneeweiß und Frau Lange erlebte die Klasse einen Praxistag im Globus-Markt Gera-Trebnitz. Nachdem zunächst eine kurze Vorstellung des Unternehmensprofils erfolgte, wurde über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei Globus informiert. Anschließend konnte die Klasse "hinter die Kulissen" schauen. So erfolgte ein Rundgang durch die Bäckerei, in der täglich frisches Brot und Brötchen zubereitet werden. Danach wurde die Fleischerei erkundet; hier konnten alle Schülerinnen und Schüler frische Wiener Würstchen direkt aus der Räucherkammer probieren. Weitere interessante Einblicke gewährten die Mitarbeiterinnen der Käse- und der Fischtheke. Abschließend wurde das Lager besichtigt und es konnten noch offene Fragen geklärt werden. Die Schülerinnen und Schüler müssen nun diesen Praxistag schriftlich auswerten, indem Sie einen Arbeitsauftrag zur Sortimentsstruktur und den Serviceleistungen bearbeiten. Wir danken den freundlichen und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Globus-Marktes für diese interessante Betriebsführung.

Gläserner Globus

(Text und Fotos: Anette Lange)


Jan. 2019

Bundeswettbewerb "Biber Informatik"

Wir gratulieren allen Teilnehmern des Bundeswettbewerbes "Biber Informatik" zu Ihrer erfolgreichen Teilnahme. Die Amthorschule war mit 80 Schülern aus Berufsschule und Gymnasium vertreten und konnte 3 mal den 3. Rang sowie zahlreiche Urkunden für erfolgreiche Teilnahme entgegennehmen.

Adelina Rottmann


19.01.2019

"Tag der offenen Tür" an der SBBS Wirtschaft/Verwaltung Gera - Dr. Eduard Amthor -

Die Gruppe 1 der Klasse KBM 16 organisierte am 19.01.2019 den "Tag der offenen Tür" im Rahmen des Lernfelds 13: Ein Projekt planen und durchführen.

Die Schüler/innen erstellten und verteilten Flyer und starteten einen Aufruf in Facebook, um auf das Ereignis aufmerksam zu machen.

In der Schulaula wurde selbstgebackener Kuchen und Kaffee verkauft. Außerdem zeigte eine Power-Point-Präsentation die verschiedenen Wahlschulformen. Durch Plakate konnten sich die Besucher ebenfalls über die Ausbildungsberufe an unserer Schule informieren.

Das Angebot wurde von zahlreichen Interessenten genutzt.

(Text: Kay Riedel, KBM 16)


Jan. 2019

Gebürtige Ungarin verkürzt Ausbildung als Einzige Ihres Jahrgangs an der SBBS Wirtschaft und Verwaltung Gera - Dr. Eduard Amthor -

Erst vor 3 Jahren kam die gebürtige Ungarin nach Deutschland um hier ihr berufliches und privates Glück zu suchen. Im November diesen Jahres schließt Sie Ihre Ausbildung zur Industriekauffrau ab, nach nur 2,5 Jahren Lehrzeit.

Deutsch lernen, Freunde finden, eine Ausbildung abschließen, und das sogar sehr erfolgreich, das alles hat die 23-jährige aus Debrecen in Ungarn in nur 3 Jahren geschafft.

Nachdem Sie in Ungarn Ihre Abiturprüfung abgelegt hatte, wollte Vivien Medizin studieren und Ärztin werden. Im August 2015 kam Sie nach Deutschland und startete im September im Greizer Krankenhaus Ihren Bundesfreiwilligendienst. Dort wollte Sie Erfahrungen im Krankenhausalltag sammeln und vor allem Ihre Sprachkenntnisse verbessern.

Leider musste Sie schnell feststellen, dass Sie zwar gern mit Menschen arbeitet, jedoch nicht im medizinischen Bereich, also begab Sie sich auf die Suche nach einer neuen Herausforderung in Form einer dualen Ausbildung. Die Vielseitigkeit, die Nähe zur Praxis und die Zukunftschancen der Ausbildung zur Industriekauffrau erschienen ihr, und 17.000 weiteren jungen Menschen in Deutschland in 2016, ideal, auch vor dem Hintergrund in Zukunft eventuell doch noch ein Studium zu beginnen.

Jedoch fiel die Suche um einen Ausbildungsplatz nicht leicht, da die meisten Arbeitgeber Ihr den Beruf mit Ihren Sprachkenntnissen nicht zutrauten. Bevor Sie nach Deutschland kam, hatte Vivien beim "Goethe Institut" eine Sprachprüfung in Deutsch auf mittlerem Niveau abgelegt, im ersten Ausbildungsjahr sogar noch eine Stufe höher.

Eine Chance gab Ihr die Feutron Klimasimulation GmbH in Langenwetzendorf, Tochterunternehmen der ORCOM Holding GmbH. In diesem Unternehmen ist Vivien im Bereich Vertrieb und Export tätig, in den Sie demnächst noch tiefer einsteigen wird. Da in dieser Abteilung jetzt eine Stelle frei geworden ist, die Vivien übernehmen durfte, lernt Sie eher aus, um Ihr Unternehmen so schnell wie möglich in vollem Umfang unterstützen zu können. Eine zusätzliche Belastung für die junge Frau, dessen Grund im aktuellen Fachkräftemangel liegen könnte. Dies ist ein Ergebnis aus Recherchen und Interviews zum Projekt der IK 16 der SBBS Wirtschaft und Verwaltung Gera, zu der auch Vivien gehört. Im aktuellen Projekt "Das duale System der Berufsausbildung in Deutschland - ein Erfolgsmodell" befasst sich die Klasse mit der Ausbildung in Deutschland und den Nachbarländern. Auch hier übernahm Sie eine besondere Aufgabe, da Sie als eine der 5 Teamleiter des Projekts Verantwortung übernehmen musste. Außerdem konnte sie aus erster Hand Erfahrungen zu Ausbildung und Arbeitsleben in ihrem Heimatland einbringen.

Obwohl Sie in der Berufsschule sehr gute Leistungen erbringt und sich in Ihrem Unternehmen sehr wohl fühlt, hätte Vivien sich wohl nie selbst dafür entschieden, die Ausbildung zu verkürzen. Es stellt natürlich eine ziemlich große Belastung dar, besonders, wenn man erst vor wenigen Jahren angefangen hat, Deutsch zu lernen und bereits eine Vollzeitstelle im Unternehmen besetzt.

Trotz allem ist Vivien Ihrem Ausbilder sehr dankbar dafür, dass er so viel Vertrauen in sie setzt, sowohl vor drei Jahren bei der Vergabe des Ausbildungsplatzes, als auch jetzt für diese große Chance die Ihr geboten wird.

Leider müssen die Mitschüler der IK 16, die Klassenlehrerin und Fachlehrer, als auch die Schulleitung sich vorzeitig von Vivien verabschieden und wünschen Ihr viel Erfolg auf Ihrem Weg.

(Text: Tina Troppmann, IK 16, Auszubildende Industriekauffrau in der Spielkartenfabrik Altenburg GmbH)




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